![]() |
|||||
![]() ![]() Brustklinik im Telefon 040 - 44 190-500 |
Im Bereich Mammadiagnostik wurden im Jahr 2009 über 50.000 Mammographien durchgeführt. Seit 1996 hat sich unserer operative Bereich mit ca. 1.900 Operationen jährlich zu der größten Abteilungen in Deutschland entwickelt. Unsere onkologische Ambulanz führte im gleichen Zeitraum bei ca. 600 Patientinnen nach Mammakarzinom mit etwa 3.000 Infusionszyklen adjuvante (postoperative) Chemotherapien durch. Insgesamt befinden sich ca. 1.600 Patientinnen in der Nachsorge. Bei jährlich knapp 1.000 primär operierten Patientinnen mit einem Mammakarzinom und 5 ausgewiesenen Operateuren wird die Mindestzahl der von Hauptabteilungen geforderten 150 Primäreingriffen weit überschritten. Internationale Studien beweisen, dass es eine positive Korrelation zwischen der Zahl der Behandlungen, die ein Arzt jährlich ausführt, und dem Behandlungserfolg gibt.
Das operative Spektrum umfasst alle aktuellen Eingriffe incl. der onkoplastischen Verfahren. Weiterhin werden natürlich auch kosmetisch-ästhetische Operationen durchgeführt. Durch eine hohe Qualifikation und Motivation der ebenfalls belegärztlich tätigen Anaesthesie und des auf unsere Operationen geschulten Pflegepersonals im OP und auf Station können so eine optimale Vorbereitung, kurze Überlege- und OP-Zeiten sowie eine patientinnengerechte Betreuung erreicht werden. Die OP-Dauer wird zudem durch die ausschließliche Spezialisierung und Erfahrung der Operateure auf die weibliche Brust verkürzt. Diese interdisziplinäre Therapie werden wir intensivieren und unsere Tätigkeit im bewährten Kollegialprinzip weiter räumlich verbinden. Insbesondere werden dazu in der nächsten Zeit die Schwerpunktpraxen der Mammadiagnostik, der operative Bereich, die Pathologie und die psychoonkologischen Kollegen im Rahmen der so genannten „Integrierten Versorgung“ räumlich unter einem Dach zusammengefasst, was zum Teil schon geschehen ist. Diese Konzentration bedeutet einen großen Vorteil für die Patientinnen und die Qualität der Therapie, da es ein System „der kurzen Wege“ ist. Durch die beleg- oder konsiliarärztliche Tätigkeit werden alle Patientinnen von Fachärzten behandelt und es besteht formal kein Unterschied zwischen Privat- und gesetzlich versicherten Patientinnen. Die Akzeptanz der Patientinnen und der zuweisenden Ärzte ist dadurch groß, da gerade in der Konfrontation mit einer Krebserkrankung eine ruhige und konzentrierte Atmosphäre gewährleistet ist, die von den betroffenen Patientinnen als angenehm und der Behandlung angemessen empfunden wird. Eine Kooperation zur Intensivierung von Studien und Verbesserung des Qualitätsmanagements mit anderen Institutionen, z.B. dem Westdeutschen Brustzentrum (WBC) in Düsseldorf ist erfolgt. Die KV-Hamburg unterstützt dieses Vorhaben. Desweiteren sind wir Gründungsmitglieder des Vereins „Gesundheit für Hamburg". Hier sollen am Beispiel des Mammakarzinoms die Möglichkeiten der Telematik für Patientinnen und als Informationsplattform für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hamburg erarbeitet und gefördert werden. Die bisherige Entwicklung des Mammazentrum Hamburg spricht eindeutig dafür, dass die Behandlung der Patientinnen in einer Spezialeinheit zunehmend gewünscht und in Anspruch genommen wird. Vor diesem Hintergrund wurde uns von den gesetzlichen Kostenträgern (Krankenkassen) ein DMP-Vertrag für die Behandlung des Mammakarzinoms angeboten und mit Wirkung zum 01.06.2004 abgeschlossen.
|
||||
|
Alle Inhalte © 20042010 Kooperatives Mammazentrum Hamburg und die Autoren. |
|||||