Mammazentrum Hamburg Impressionen
Kooperatives Mammazentrum Hamburg













Brustklinik im
Krankenhaus Jerusalem
Moorkamp 2–6, 20357 Hamburg

Telefon 040 - 44 190-500
Telefax 040 - 44 190-504

info@mammazentrum-hamburg.de


Praxisanschrift

Dr. med. Jörg Dahle
Priv. Doz. Dr. Florian Würschmidt
Gemeinschaftspraxis
für Radiologie & Radioonkologie
Mörkenstr. 47
22767 Hamburg

Telefon 040 - 380 11 111
380 11 222
Fax 040 - 380 11 149

www.ramoe.de
info@ramoe.de


Strahlentherapie.

Der Strahlentherapie kommt bei der Erstbehandlung des Brustkrebses eine sehr große Bedeutung zu. Durch eine Bestrahlung der Brust lässt sich die Rückfallrate mittlerweile auf Werte von deutlich unter 5 % senken, so dass sie seit Einführung der brusterhaltenden Therapie (BET) einen unverzichtbaren Bestandteil dieses Therapiekonzeptes darstellt. Weiterhin kommt die Bestrahlungstherapie nach vollständiger Brustentfernung bei bestimmten Tumoreigenschaften zum Einsatz: beispielsweise, wenn der Tumor eine bestimmte Größe überschritten hat, mehr als vier Lymphknoten befallen sind oder andere Risikofaktoren vorliegen. Ziel der Bestrahlung ist die Vernichtung von evtl. vorhandenen mikroskopischen (daher mit dem bloßen Auge nicht erkennbaren) Tumorresten.

Die Bestrahlungstechnik hat sich in den letzten Jahren durch die enormen Fortschritte der Computertechnik sowie den Einsatz von moderneren Bestrahlungsgeräten (Linearbeschleuniger) erheblich verbessert. Der Vorteil der Linearbeschleuniger besteht darin, dass sie eine hohe Dosisleistung sowie eine sehr gute physikalische Dosisverteilung erzeugen, so dass mit sehr kurzen Bestrahlungszeiten (wenige Minuten) präzise das zu erfassende Gebiet bestrahlt wird. Mit der Verbesserung der Computertechnik ist die sog. 3D-Planung in den letzten Jahren ein Routineverfahren bei der Bestrahlung des Mammakarzinoms geworden. Mit dieser Technologie ist es möglich, die Strahlentherapie effektiv und doch schonend durchzuführen, indem sie das umliegende gesunde Gewebe so wenig wie möglich belastet. Im Gegensatz zur Chemotherapie, bei der das Medikament im ganzen Körper verteilt wird, wirkt die Strahlentherapie lokal begrenzt. Die Wirkung konzentriert sich auf den bestrahlten Bereich. Schwerwiegende Nebenwirkungen (in erster Linie Spätnebenwirkungen) werden heutzutage so gut wie nicht mehr beobachtet. Akute Nebenwirkungen treten v. a. gegen Ende der Bestrahlung an der Haut auf. So kann mit einer Hautrötung unterschiedlicher Intensität gerechnet werden. Diese Veränderungen bilden sich nach Behandlungsende zurück. Das Allgemeinbefinden kann durch eine Müdigkeit beeinträchtigt sein.

Wird keine zusätzliche Chemotherapie durchgeführt, kann die Bestrahlung ca. vier bis sechs Wochen nach der Operation beginnen. Im Falle einer adjuvanten Chemotherapie erfolgt die Bestrahlung erst nach Abschluss dieser Behandlung. Die erforderliche Strahlendosis wird in der Einheit Gray (Gy) gemessen. In der Regel werden Gesamtdosen von ca. 50 bis 66 Gy eingesetzt. Diese kann unterschiedlich aufgeteilt werden. Von entscheidender Bedeutung ist hierbei die Einzeldosis. In den letzten Jahren ist die Einzeldosis zunehmend verringert worden, was wiederum eine Reduktion von Nebenwirkungen zur Folge hatte. Eine typische Fraktionierung ist eine Einzeldosis von 1,8 Gy ca. fünf mal pro Woche. Die Gesamtdauer der Behandlung beträgt unter diesen Umständen häufig mehr als sechs Wochen. Vor Beginn der Behandlung wird die Bestrahlung für jede Patientin individuell geplant. Voraussetzung ist eine möglichst exakte Erfassung der anatomischen Strukturen, was mit einer computertomographischen Aufzeichnung des Brustkorbes (Thorax) in der Bestrahlungsposition gelingt. Nach Speicherung der Aufnahmen in einem Bestrahlungsplanungssystem (3D-Planung) kann der zu bestrahlende Bereich festgelegt werden. In einem zweiten Schritt werden die berechneten Bestrahlungsfelder am Simulator überprüft und mit Farbe (alternativ kleine Tätowierungen) auf der Haut markiert. Diese Tätowierungen ermöglichen es, sich täglich wie gewohnt zu waschen und nur bei etwas ausgeprägteren Hautreaktionen auf Deo und Seife für einige Zeit zu verzichten. Das Waschen mit kaltem Wasser ist während der gesamten Therapiezeit möglich.

In der Radiologie/Radioonkologie in der Mörkenstraße stehen die neuesten Bestrahlungsgeräte / Bestrahlungsplanungssysteme zur Verfügung. Aktuell ist ein zweiter Linearbeschleuniger der neuesten Generation der Firma Siemens (Oncor) aufgestellt worden. Es werden derzeit ca. 400 Patientinnen mit einem Mammakarzinom behandelt.

Dr. med. Jörg Dahle Priv. Doz. Dr. med. Florian Würschmidt
Dr. med. Jörg Dahle
Priv. Doz. Dr. med. Florian Würschmidt

1963 in Hamburg geboren
1984–1991 Studium der Humanmedizin in Hamburg
1992 Promotion Abteilung für Strahlentherapie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
1991–1992 Pneumologie, Pneumologie-Onkologie und Thoraxchirurgie, Zentrum für Pneumologie und Thoraxchirurgie Großhansdorf
1993–1994 Diagnostische Radiologie, Medizinische Hochschule Hannover, Abteilung für Diagnostische Radiologie I
1994–2000 Radioonkologie, Abteilung für Strahlentherapie und Radioonkologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Seit 2000 Praxisklinik Mörkenstraße, Abteilung für Radioonkologie, Hamburg-Altona

1959 in Bad Harzburg geboren
1980–1987 Studium der Humanmedizin in Marburg und Hamburg
1987 Promotion, Institut für Biophysik & Strahlenbiologie, Universitätsklinikum             Hamburg-Eppendorf
1987–1990 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Biophysik & Strahlenbiologie,  Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
1990–1997 Radioonkologie, Hermann-Holthusen-Institut und Albers-Schönberg-Institut für Diagnostische Radiologie, AK St. Georg, Hamburg
1997 Radioonkologie, Abteilung für Strahlentherapie und Radioonkologie,             Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
1998 Habilitation, Institut für Biophysik & Strahlenbiologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
1998–2002 Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie & Radioonkologie, Klinikum rechts der Isar der TU München
Seit 2003 Praxis für Radioonkologie und Diagnostische Radiologie, Struenseehaus in der Mörkenstraße, Hamburg-Altona

Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Fachgesellschaften

Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO)
Deutsche Krebsgesellschaft (DKG)
European Society of Therapeutic Oncology (ESTRO)
American Society of Therapeutic Oncology (ASTRO)
Hamburger Forum Brustmedizin e.V.
American Society of Clinical Oncology (ASCO)
Arbeitskreis Vulva-Ca. der AGO


Leistungsspektrum
Perkutane Radiotherapie sämtlicher solider Tumoren
Schwerpunkte: Mammakarzinome, Prostatakarzinome, gastrointestinale Malignome, Bronchialkarzinome, Kopf-Hals-Malignome)
Afterloading-Therapie in Kooperation mit der Radioonkologie Pinneberg
Intrakoronare Afterloading-Therapie in Kooperation mit Dres. med. Prof. Mathey/Prof. Schofer
PET-CT in Kooperation mit der Radiologie Pinneberg,
Radiologie Schäferkampsallee, Radiologie Eppendorfer Landstraße
Kernspintomographie
Computertomographie

Ultraschall (Sonographie)

Konventionelle Röntgendiagnostik


Alle Inhalte © 2004–2010 Kooperatives Mammazentrum Hamburg und die Autoren.